Synopsis

Der chilenische Regisseur Carlos Klein begleitet den russischen Filmemacher Viktor Kossakowsky bei den Dreharbeiten zu seinem neuesten Werk. In Patagonien, am Baikalsee und Shanghai spürt Viktor Kossakowsky dem fabelhaften Wesen von Antipoden und den Bewohnern dieser sich gegenüber liegenden Orte nach. Carlos Klein dokumentiert auf persönliche Weise die Entstehung dieses aufwändigen Films, angetrieben von seiner eigenen inneren Suche nach Bildern, die heute noch zu berühren vermögen. Dabei deckt er seine und Kossakowskys ambivalente Haltung zum Filmemachen auf.
„Where the Condors Fly“ ist eine kritische wie humorvolle Reflektion über Kinematografie.

Der Film

Der chilenische Filmemacher Carlos Klein findet sich nach Ende des Militärregimes in Chile inmitten einer Bilderflut wieder, die seinen Glauben an die Kraft der Bilder wegschwemmt. Als er den russischen Dokumentarfilmer Viktor Kossakowsky trifft, der sich mit Leib und Seele dem Filmemachen verschrieben hat und in Chile nach Drehorten sucht, nutzt Carlos Klein die Gelegenheit, diesen herausragenden Regisseur näher kennenzulernen. Viktor Kossakowsky ist dabei, seinen aufwändigen neuen Film „¡Vivan las Antipodas!“ zu drehen. In diesem möchte er der fabelhaften Verbindung von Orten und Menschen, die sich auf der Erde genau gegenüber liegen, nachspüren. Indem Carlos Klein Kossakowsky bei der Verwirklichung dieses Werkes begleitet, hofft er, sein abhanden gekommenes Vertrauen in die Kraft der Bilder wiederzufinden.
Mit dem Russen reist er von Antipode zu Antipode, von Punta Arenas in Chile zum Baikalsee in Russland und von Villaguay in Argentinien nach Shanghai in China und dokumentiert die Entstehung von „¡Vivan las Antipodas!“. Gleichzeitig deckt Carlos Klein die schillernde Persönlichkeit Kossakowskys in ihren vielen Facetten auf und vermittelt dessen künstlerische Überzeugungen und Beweggründe. Ob er ernsthaft in Reflexionen über das Filmemachen versunken ist, am Baikalsee russische Chorfrauen zum Lachen und sich selbst zum Weinen bringt oder vor Freude über die Schönheit der Natur in Abgründe springt: Viktor Kossakowsky filmt mit Leidenschaft und ohne Rücksicht auf Verluste, ganz gemäss seiner selbst aufgestellten Regel: „Don’t film if you can live without filming.“
Carlos Klein begegnet dem aufbrausenden Temperament des russischen Filmemachers mit Gelassenheit. Widersprüche und Differenzen auf ihrer gemeinsamen Reise werden für seine Suche eine Quelle der Inspiration. In wiederkehrenden Momenten der Ruhe findet der Zuschauer Gelegenheit, sich grundlegende Fragen zum Akt des Filmemachens zu stellen und sich dem Kern eines künstlerischen Schaffensprozesses anzunähern.
„Where the Condors Fly“ ist mehr als ein Making-of. Es ist eine persönliche, kritische wie humorvolle Reflektion über Kinematografie und die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Filmemachens. Aufgebaut wie eine Matruschka, in der ein Filmemacher einen Film über einen anderen Filmemacher dreht, der dabei ist, einen Film zu drehen.


Cast und Crew
Mit Viktor Kossakowsky, Carlos Klein, René Vargas und den Mitgliedern der Crew des Filmes „¡Vivan las Antipodas!“

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Regie und Kamera Carlos Klein
Ton Mario Diaz, Patrick Becker, Rafael Huerta, Huang Xun
Montage Carlos Klein, Beatrice Babin, Vadim Jendreyko
Originalmusik Daniel Almada, Carlos Klein, Martin Klingeberg
Tonmischung Florian Beck, André Zacher, Daniel Almada
Produzent Vadim Jendreyko
Koproduzenten Carlos Klein, Hartmut Homolka
Associate Producer Hercli Bundi, Hanspeter Giuliani


Info
Kino-Dokumentarfilm 90 Min. von Carlos Klein
HD, 90 Minuten, Farbe, 16:9
© 2012 Mira Film
ISAN 0000-0003-221C-0000-W-0000-0000-F

Eine Koproduktion mit TM Film (Deutschland) und CKFilms (Chile), mit Schweizer Radio und Fernsehen SRG SSR und BR Bayerischer Rundfunk
Worldsales: Taskovski Films Ltd.

Gefördert durch: Bundesamt für Kultur EDI, MFG Filmförderung Baden-Württemberg und Consejo Nacional de la Cultura y las Artes, Fondo de Fomento Audiovisual Chile sowie den Jan Vrijman Fund