Der Protagonist Viktor Kossakowsky
Der russische Filmemacher Viktor Kossakowsky wurde 1961 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren. Sein Filmschaffen beginnt er 1978 als Kamera-, Schnitt- und Regieassistent in dem Dokumentarfilm Studio Leningrad und widmet sich mit Hingabe der Herstellung von Autorenfilmen. Im Jahre 1986 beginnt er sein Studium „Drehbuch und Regie" an der Filmhochschule Moskau und schliesst 1989 erfolgreich ab. Er gründet zwei Filmproduktionsfirmen, Sreda Film in Berlin sowie Kossakovsky Film Production in St. Petersburg. Bis heute arbeitet er als selbstständiger Regisseur und Produzent.

Filmografie (Auswahl seit 1993):
2011 „Long live the Antipodes!" (Originaltitel: ¡Vivan las Antipodas!), Dokumentarfilm,where the condors fly 4 small
108 min. Eröffnungsfilm bei der 68. Mostra Internazionale d´Arte Cinematografica La Biennale di Venezia 2011
2005 „Svyato", Dokumentarfilm, 45 min.
2003 „Hush!" (Originaltitel: Tishe!), Dokumentarfilm, 80 min. Nominierung für den Award der Europäischen Filmakademie
und des Ioris Ivens Award (IDFA). Weltweite Kinovorführungen und Fernsehausstrahlungen. top 10 online casinos
2000 „I loved you... - Three romances" (Originaltitel: Ya Vas lyubil... - Tri romansa), Dokumentarfilm, 102 min.
1997 „Wednesday 07.19.61", (Originaltitel: Sreda, 19.VII.1961), Dokumentarfilm, 93 min.
1998 „Pavel and Lyala" (Originaltitel: Pavel i Lyala), Dokumentarfilm, 30 min.
U.a. ausgezeichnet mit dem FIPRESCI Preis an der Berlinale 1997
1993 „Belovy" (Originaltitel: The Belovs), Dokumentarfilm 60 min. Ausgezeichnet mit dem Ioris Ivens Award (IDFA) und
in niederländischen Filmkritiken als "einer der besten Dokumentarfilme des 20. Jahrhunderts" bezeichnet.

Carlos Klein über den Protagonisten
„Er ist Russe, gross, beleibt, 51 Jahre alt und hat den Blick und das Lachen eines Kindes. Er kann einfühlsam, lustig und manchmal sogar zärtlich wirken. Dieser Eindruck ändert sich jedoch augenblicklich, wenn er zur Kamera greift und in seinen künstlerischen Schaffensprozess vertieft ist. Dann kann es sein, dass er plötzlich zu weinen oder zu schreien beginnt, dass er am Ende mit seiner Geduld oder aber auch über die Massen glücklich und bezaubert ist.
In Fachkreisen gilt der charismatische Regisseur als Meister der Beobachtung, der es in seinen Filmen immer wieder schafft, banale Alltagssituationen originell und innovativ darzustellen. Die Art und Weise, wie Viktor Kossakowsky durch sein Objektiv auf die Dinge blickt, ist einzigartig: Er erkennt die ihnen innewohnende poetische und philosophische Dimension und weiss diese mit subtilem Humor und einem Sinn für Drama umzusetzen."
So habe ich meinen Protagonisten charakterisiert, bevor ich mich auf das Abenteuer eingelassen habe, ihn bei der Entstehung seines neuen Filmes „Long live the Antipodes!“ (Originaltitel: ¡Vivan las Antipodas!) zu begleiten."